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für uns

Die Auslöser für Prostatakrebs sind noch nicht genau bekannt.
Es gibt aber einige Risikofaktoren, welche die Entstehung
des Prostatakarzinoms begünstigen, oder die im Verdacht stehen,
das Erkrankungsrisiko zu erhöhen.

Alter

Dies ist der wichtigste Risikofaktor für Prostatakrebs. Mehr als 80 von 100 aller Männer mit der Diagnose Prostatakrebs sind älter als 60 Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr bis auf das 40-fache.

Gene (erbliche Veranlagung)

Eine familiäre Komponente spielt bei Prostatakrebs eine Rolle. Männer, deren Brüder und/oder Väter an einem Prostatakarzinom erkrankt sind/waren, haben ein zweifach erhöhtes Risiko, im Lauf ihres Lebens an dieser Krebsart zu erkranken. Sind zwei oder mehr enge Blutsverwandte betroffen, steigt die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches. Das gilt vor allem, je jünger, je enger verwandt und je mehr Familienmitglieder betroffen sind.

Ernährung

Der Einfluss der Ernährung ist noch nicht abschließend geklärt. Eine kalorien- und fettreiche Ernährung (tierische Fette) mit wenigen Ballaststoffen könnte das Risiko für Prostatakrebs steigern, besagen einige Studien. Viel Getreide, Gemüse und Sojaprodukte wirken dagegen offenbar schützend - Asiaten und Vegetarier haben ein niedrigeres Erkrankungsrisiko. Eventuell haben auch Phytoöstrogene (pflanzliche Hormone, vor allem aus Soja) und eine lycopinreiche Ernährung einen schützenden Effekt. Lycopin steckt vor allem in Tomaten.

Gewicht

Welchen Einfluss die Fettleibigkeit als Risikofaktor für ein Prostatakarzinom hat, dazu gibt es widersprüchliche Daten.

Soziokulturelle Faktoren

Das Risiko für Prostatakrebs ist weltweit sehr unterschiedlich verteilt. In Europa gibt es ein Nord-Süd-Gefälle: In Schweden erkranken 91 von 100.000 Männer, in Spanien 36 von 100.000. Die weltweit höchste Prostatakrebsrate hat die USA (125 von 100.000), insbesondere bei afroamerikanischen Männern ist diese Krebsart sehr verbreitet (185 von 100.000).

Entzündungsprozesse

Mediziner vermuten, dass sexuell übertragbare Erkrankungen sowie eine Prostataentzündung (Prostatitis) zu einem erhöhten Prostatakrebsrisiko beitragen.

Hormone

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die Testosteronwerte eines Mannes im Serum keinen Rückschluss darauf zulassen, ob sich ein Prostatakrebs entwickelt oder nicht. Allerdings kann eine Testosteronersatztherapie ein vorhandenes, unentdecktes Prostatakarzinom zum Wachstum anregen.

 

Weitere Faktoren

Noch nicht abschließend geklärt sind

  • der Einfluss beruflicher Risiken wie Schwermetall- und Strahlenbelastung oder
  • ein Mangel an Vitamin D auf das Prostatakrebsrisiko.
  • Das Gleiche gilt für die Sterilisation (Vasektomie).

 

 

Prostatakrebs (Prostatakarzinom, PCA):

Bösartiger Tumor der Prostata (Vorsteherdrüse); inzwischen die häufigste Krebserkrankung beim Mann – bei jedem zehnten Mann wird im Laufe seines Lebens Prostatakrebs diagnostiziert – und die dritthäufigste Krebstodesursache. Die zunehmende Häufigkeit ist Folge der alternden Bevölkerung – es erkranken vor allem Männer zwischen 60 und 80 Jahren – und der verbesserten Früherkennung. Bei vielen vornehmlich älteren Patienten wächst der Krebs aber sehr langsam, so dass der Betroffene gar nicht am Prostatakrebs selbst stirbt – selbst dann nicht, wenn dieser unbehandelt bleibt.

Manchmal verursacht der Krebs zu Lebzeiten keinerlei Beschwerden und wird erst nach dem Tod bei einer Obduktion festgestellt; der Mediziner spricht dann von einem latenten Prostatakarzinom.

Darauf sollte MANN achten:

  • Häufigeres Wasserlassen
  • Abschwächung des Urinstrahls bis hin zum Harnverhalt (Unmöglichkeit des Wasserlassens)
  • Blutbeimengungen zum Sperma oder Urin
  • In fortgeschrittenen Stadien Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Müdigkeit und Gewichtsverlust.

 

Und nun bitte schnellstens zum Arzt und abklären lassen:

  • Sofort bei Harnverhalt, stark blutigem Urin und Nierenschmerzen in Verbindung mit Fieber
  • In den nächsten Tagen, nur wenn die genannten Beschwerden weniger stark ausgeprägt sind.

Prostatakrebs kann familiär gehäuft auftreten, so dass für die männlichen Verwandten eines betroffenen Familienmitglieds ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko besteht. Kürzlich haben Forscher sieben Genvarianten identifiziert, die das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, entscheidend beeinflussen. 25 Prozent der familiär auftretenden Prostatakrebs-Fälle lassen sich auf diese Erbgutvarianten zurückführen. Verfügen Männer über eine dieser Varianten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Prostatakrebs bekommen, eher gering. Kommen alle Varianten zusammen vor, ist ihr Krebsrisiko jedoch deutlich erhöht. Zu weiteren Risikofaktoren zählen wahrscheinlich sexuelle Enthaltsamkeit (genauer gesagt, eher seltene Ejakulationen), eine Schwermetallbelastung z. B. mit Cadmium und eine Behandlung mit Testosteron. Letztere kann zwar keinen neuen Krebs auslösen, doch werden dadurch auch kleinste, bereits vorhandene Krebszellen zum Wachstum angeregt. Insgesamt haben jüngere Männer eher aggressive Tumorformen (kann nach der Gewebeentnahme vom Pathologen beurteilt werden), ältere im Schnitt eher langsam wachsende Tumoren.

Der Krebs entsteht zu etwa 80 % in den äußeren Anteilen der Prostatadrüsen. Beim Krebs tastet der erfahrene Arzt verhärtete Anteile und kann abschätzen, ob bereits ein Wachstum über die Prostatakapsel hinaus vorliegt.

Schreitet das Krebswachstum weiter voran, kommt es zur Metastasierung: Zuerst in den Lymphknoten des Beckens, dann entlang der Bauchschlagader, später – wenn die Krebszellen bereits in den Blutkreislauf eingebrochen sind – in den Knochen vor allem von Wirbelsäule und Becken und schließlich auch in Organen wie Lunge oder Leber.

 
     
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